Die DVD zum Traarer Schützenfest 2011 ist da...

für 7.50 € in der Zweigstelle Traar der Sparkasse Krefeld erhältlich!

PDF Drucken E-Mail
Beitragsseiten
Die Geschichte des Vereins
Traarer Schützengesellschaft von 1850
Bürgerschützenverein zu Traar von 1863
Die Jahre ab 1863
1883 - 1900
1914 - 1933
1953 - 1988
1991 - 1998
Alle Seiten

GeschichteUberschrift

 

Zur Geschichte der Schützen in Traar

Über die Anfänge des Schützenwesens in Traar existieren heute nur noch wenige Dokumente, die keinen vollständigen Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Schützenlebens in Traar erlauben. Gleichwohl ist es eine reizvolle Aufgabe, anhand der bruchstückhaften Informationen, die heute noch verfügbar sind, eine geschichtliche Betrachtung zu versuchen, die notwendigerweise Lücken aufweisen muss.

 

Schützengesellschaft von Rath und Vennikel

Theodor Giesberts hat früher (im Festbuch zum Schützenfest von 1973 und zuletzt in: Leben in Traar, Haus- und Heimatbuch, 1991, Seite 272 ff.) schon berichtet, daß er im Archiv der kath. Pfarrkirche von Traar zwei Urkunden entdeckte, welche auf die Ursprünge des Schützenwesens in Traar hinweisen. Auf dem ältesten Dokument vom 3. August 18 12 gibt der Baron Friedrich August von Kleist, Besitzer der Burg Rath, eine „Specification über das Schützen-Silber". Danach waren 1810 ohne den Vogel 63 Silber-Stücke vorhanden. Davon hat Baron Kleist seinerzeit insgesamt 27 Stücke abgenommen, um dafür auf Ersuchen der Schützengesellschaft zwei neue Brudermeisterstäbe anfertigen zu lassen. Es ist zwar nicht sicher, aber doch zu vermuten, dass es sich bei den 63 Stück Silber um Königsschilde handelte. Wenn weiter unterstellt wird, dass damals jährlich ein Vogelschießen und Schützenfest veranstaltet wurde, so steht recht sicher fest, dass die Anfänge des Schützenwesens auf dem Gebiet des heutigen Traar, welches damals aus den Honschaften Rath und Vennikel bestand, mindestens bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgehen. 

 

Über das Schicksal der restlichen 36 Silberplatten der Schützengesellschaft von Rath und Vennikel verhält sich eine weitere Urkunde aus dem Traarer Pfarrarchiv, auf die Theodor Giesberts bereits hingewiesen hat. Danach erklärten am 5. Juli 1832 die „unterzeichneten Mitglieder der Schützengesellschaft von Rath und Vennikel" sich damit einverstanden, daß ihr Königssilber verkauft und der Ertrag verzinslich angelegt werden sollte unter der Bedingung, dass das Kapital samt den Zinsen später für den Bau einer neuen Kapelle auf der Traarheide verwendet werden sollte. Der Bockumer Pfarrer Schmitz quittierte am 20. August 1832 den Empfang des Silbers. Mit dem Bau einer Kirche in Traar wurde wenig später begonnen; am 18. November 1834 wurde das Gotteshaus eingeweiht. 

 

Die Trennung von dem gesamten Schützensilber bildet ein Indiz dafür, dass sich die Schützengesellschaft von Rath und Vennikel damals aufgelöst hat. Dieser Vorgang passt in das allgemeine Zeitgeschehen, denn am Ende des 18. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist generell ein Rückgang des Schützenwesens zu beobachten, der im Rheinland vor allem durch die Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich sowie die Herrschaft Napoleons, aber auch die anfängliche Skepsis der protestantisch geprägten preußischen Regierung ausgelöst wurde.



 
073537
HeuteHeute14
GesternGestern57
Diese WocheDiese Woche171
Diesen MonatDiesen Monat1075
InsgesamtInsgesamt73537
Statistik created: 2012-02-23T03:24:49+01:00
Gäste 1

Wer ist online

Wir haben 5 Gäste online